Michel van Amsterdam
Impact Investing
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Impact-Praxis · 6 Min. Lesezeit

Hygiene ohne Wasser: Wenn ein Produkt ein globales Infrastrukturproblem löst

Saubere Hände setzen eine funktionierende Wasserversorgung voraus – in weiten Teilen der Welt ist genau das nicht selbstverständlich. Ein Praxisbeispiel, wie wasserfreie Hygienelösungen Gesundheit von der Ressource Wasser entkoppeln.

Die Wirkungskette: Von der Innovation zu fünf SDGs
Wirkungslogik nach Angaben der Soapeya / DN Deutsche Nachhaltigkeit AG, dn-ag.com

Das Problem: Hygiene als strukturelle Herausforderung

Händewaschen ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Prävention von Infektionskrankheiten – vorausgesetzt, sauberes Wasser ist verfügbar. Steigende Wasserknappheit, fehlende Infrastruktur und klimatische Veränderungen verschärfen dieses Problem zunehmend. In Regionen mit eingeschränktem Zugang zu sauberem Wasser wird Hygiene damit zur strukturellen Herausforderung mit weitreichenden gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen.

Die Lösung: Reinigung, die kein Wasser braucht

Soapeya – eine Beteiligung aus dem Portfolio der DN Deutsche Nachhaltigkeit AG – entwickelt wasserfreie Handhygienelösungen, die effektive Reinigung und Schutz vollständig ohne Wasser ermöglichen. Die Produkte bestehen aus nachhaltigen, biologisch abbaubaren Inhaltsstoffen, sind frei von schädlichen Chemikalien und hautschonend – sie unterstützen sogar das natürliche Hautmikrobiom.

Der Verzicht auf Wasser macht sie besonders geeignet für Regionen mit Wasserknappheit oder unzureichender Infrastruktur – und für Situationen, in denen klassische Hygienelösungen schlicht nicht verfügbar sind. Zugleich senkt die wasserfreie Anwendung CO₂-Emissionen, die sonst durch Wasseraufbereitung, Transport und Infrastruktur entstehen.

Die Wirkung: Skalierung über Partnerschaften

Bemerkenswert am Soapeya-Modell ist der Wirkungsansatz über strategische Partnerschaften: Kooperationen mit lokalen Organisationen, Bildungsinitiativen, NGOs und internationalen Akteuren ermöglichen den Zugang zu wirksamer Hygiene genau dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Das zahlt direkt auf SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen) und SDG 3-nahe Gesundheitswirkung ein, unterstützt SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit) und verbindet über SDG 17 (Partnerschaften) ökologische Verantwortung mit gesellschaftlicher Entwicklung. Die ressourcenschonende Produktinnovation selbst wirkt auf SDG 9, SDG 12 und SDG 13.

Für Anleger zeigt das Beispiel einen wichtigen Grundsatz des Impact Investing: Die größte Wirkung entsteht oft nicht durch das Produkt allein, sondern durch das Geschäftsmodell dahinter – Skalierung über Partnerschaften statt allein über Absatz. Worauf Sie bei der Prüfung solcher Beteiligungen achten sollten, fasst unsere 10-Punkte-Checkliste zusammen.

Quelle: Soapeya / DN Deutsche Nachhaltigkeit AG, dn-ag.com/cases/soapeya
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